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Dies ist der zweite Teil
unseres Erlebnisberichtes über unsere 4 wöchige Tour durch
Neuseeland.
Nachdem wir endlich mal wieder
eine Nacht in einem richtigen Bett bei Micha und Maria verbracht
hatten genossen wir es den Vormittag mit Lesen zu vergammeln und
auch den Rest des Tages sehr entspannt zu verbringen. Am Abend
wurde lecker gekocht. Es gab Lammspieße und Pavlova (eine
typisch neuseeländische, sehr süße, leckere Nachspeise in
Kombination mit Obstsalat und Sahne). Derart gestärkt sanken wir
in unsere Betten und schliefen tief und fest um für den nächsten
Tag fit zu sein.
Am nächsten Tag stand der
Umzug von Micha und Maria an, welchen wir an einem Vormittag
bewältigten, da keiner der Hausbewohner viele Möbel hatte. Da
wir jetzt noch Zeit hatten, machten wir uns mit Maria auf um das
französische Städtchen Akaroa zu besichtigten. Dort angekommen
erstanden wir frischen Fisch, welcher uns sehr zum Abendbrot
munden sollte. Der Abend wurde recht lang und klang mit einigen
Gläsern Wein und viel Gelächter aus.


Der Donnerstag (24.02) war unser letzter
gemeinsamer Tag, da es Esther und mich weiter Richtung Norden
zog. Als Highlight hatten wir überlegt gemeinsam nach Kaikoura
zu fahren und dort Wale zu beobachten. Die Karten hatten wir
noch am Abend davor gebucht und uns auf die 16:30 Uhr Tour
geeinigt. Pünktlich starten Micha, Esther und ich (Maria hatte
die Tour schon früher einmal gemacht und da sie 125$/Person
kostete, vertrieb sie sich die Zeit in der Stadt) mit dem Bus in
Richtung Hafen. Mit unserem schnittigen Katamaran ging es sofort
los aufs Meer. Der erste Wal war schnell erspäht und es sollten
noch drei weitere folgen. Das eigentliche Highlight der Tour war
allerdings eine Herde (oder Schwarm oder Gruppe oder wie auch
immer man das nennt) Delphine welche gerade von der Küste kamen
und ins Meer schwammen. Es waren mehrere hundert Tiere, welche
aus lauter Übermut die tollsten Kunststückchen vorführten. Von
der Tour zurückgekehrt empfing uns Maria mit einem Abendbrot
(Toast und verschiedene Thunfischsorten (mhhhm Sweet Chili))
welches wir bei untergehender Sonne am Strand einnahmen.
Anschließend mussten wir uns leider verabschieden, da die beiden
nach Christchurch zurück mussten und wir für Samstag unsere
Fährüberfahrt auf die Nordinsel gebucht hatten. Wir fuhren an
diesem Tag noch recht lange und erreichten dann unser Ziel den
Watsons Way Backpacker in Renwick wo wir auf der Wiese
übernachten durften.




Der Freitag sollte der Tag unserer
wunderschönen Weintour werden. Bei strahlendem Sonnenschein und
30 Grad Celsius machten wir uns mit den gemieteten Fahrrädern
auf den „Renwick Wein Fahrradweg“ zu erkunden. Alle paar Hundert
Meter lag eine Weinkellerei die uns zu Verkostungen einlud. Um
überhaupt zum Fahrradfahren zu kommen mussten wir leider einige
Verkostungen auslassen. Nach den ersten vier Weinkellern, war es
an der Zeit für ein kräftiges Mittagessen, um nicht vom Fahrrad
zu fallen. Anschließend setzten wir unsere Tour fort und
testeten noch die erlesenen Traubensäfte von drei weiteren
Weinbauern. Danach stimmten wir überein, dass es für heute genug
sei (insgesamt hatte wir während der Tour um die 20 Weine
verkostet J ) und
begaben uns zurück in den Backpacker. Dort verbrachten wir den
Rest des Tages mit lesen in der Hängematte und Eisessen.

Heute war Sonnabend und damit der Zeitpunkt
gekommen unser Auto abzugeben und per Fähre auf die Nordinsel
überzusetzen. In Wellington angekommen, holte uns die
Autovermietung vom Fährterminal ab, und stellte uns ein neues
Auto zur Verfügung. Nach einem Besuch im „Te Papa“
Nationalmuseum begaben wir uns auf einen Campingplatz, welcher
allerdings eine halbe Stunde von der Stadt entfernt lag.
Am nächsten Morgen fuhren wir wieder nach
Wellington, um noch etwas Sightseeing zu betreiben. Da das
Wetter nicht besonders war, brachen wir am frühen Nachmittag in
Richtung Napier auf, welches wir am Abend erreichten.
Auch in Napier war das Wetter nicht viel
besser, so dass wir unseren Plan einen 4-Tages Marsch in der
Gegend zu laufen verwarfen und in Richtung Hidden Valley fuhren.
Dieses Tal liegt mehr im Landesinneren und in einer der
geothermisch aktivsten Gegenden Neuseelands. Laut der
Wettervorhersage sollte dort gutes Wetter herrschen und wir
wurden nicht enttäuscht. Strahlender Sonnenschein empfing uns
und wir schlugen unser Zelt für lau im Hidden Valley auf. Die
Erde war dort so aktiv, das der Boden unter unserem Zelt während
der ganzen Nacht angenehm warm war.
Mit dem ersten Boot brachen wir am Morgen
in das Hidden Valley, ein geothermisches Wunderland, auf. Dort
bestaunten wir heiße Quellen und Flüsse, mit Ablagerungen in den
verschiedensten Farben. Anschließend ging es nach Rotorua,
berühmt für die heißen Pools und Quellen, welche hier aus dem
Erdboden treten. An diesem Abend schliefen wir auf einem der
schönsten Zeltplätze unserer Reise. Er kostete kein bisschen
mehr als die vorhergehenden, hatte aber als Bonus einen eigenen
Swimmingpool, welcher sich aus einer Thermalquelle speiste. Wir
sprangen natürlich sofort nach unserer Ankunft hinein und
genossen das Gefühl in einer großen Badewanne zu schwimmen.



Am nächsten Morgen gegen 7:00 Uhr gönnte
ich mir gleich noch ein Bad, obwohl es draußen ziemlich kühl und
neblig war. Das Wasser entschädigte allerdings für alles.
Anschließend ging es zum Lady Knox Geysir, das immer (mehr oder
weniger freiwillig) um 10:15 Ausbricht. Danach besichtigten wir
den angrenzenden Thermalpark, welcher noch farbenprächtiger und
abwechslungsreicher als das Hidden Valley war.



Unser heutiges Etappenziel war Pairoa, zu
welchem wir uns aufmachten. In der nähe schlugen wir unser Zelt
auf dem Dicky Flat Zeltplatz auf. An diesem Abend schliefen wir
allerdings nicht so ruhig, da wir bemerkt hatten, das ein alter,
merkwürdiger Kauz in dem abgewrackten Pickup wohnte der am Rande
des Platzes stand. Mit seinem Husten erinnerte er uns die
gesamte Nacht daran, dass er noch da war. Geräusche können ganz
schön gruselig sein, da man nur die eigene Fantasie hat, um sich
den dazugehörigen Menschen vorzustellen.
Donnerstagmorgen brachen wir zu einer 2
Tagestour durch die Wälder auf. Leider bemerkten wir nach
anderthalb Stunden, dass wir unsere Verpflegung im Auto
vergessen hatten (vor den Opposums geschützt). Also hieß es
Rückwärtsgang einlegen, am Zeltplatz Verpflegung aufnehmen und
neue Pläne machen. Wir wanderten dann den Rest des Tages an
einer alten Minenstraße entlang und starteten abends, mit dem
Auto, Richtung Auckland. Als wir heute ins Bett gingen wussten
wir, es war nur noch eine Woche bis es mit dem Flugzeug auf den
Rückweg ging.



Da wir die Mehrtagestreks nicht wie geplant
gewandert sind, hatten wir noch Zeit die Northlands zu besuchen.
Also ließen wir Auckland fürs Erste links liegen und fuhren
immer weiter Richtung Norden. Während einer Kaffeepause in einem
kleinen Gasthaus, fiel unser Blick auf einen Flyer der „The
Rock“ Company. Selbige bietet Übernachtkreuzfahrten auf einer
umgebauten Autofähre an. Kurz entschlossen buchten wir eine Tour
von Sonnabend auf Sonntag, um noch ein letztes Highlight in
unsere Reise zu platzieren. Wir fuhren weiter Richtung Norden,
um die legendären, riesigen Kauribäume zu sehen. Vorher schauten
wir uns das Kauri Museum an, um etwas geschichtlichen Background
über die fast komplette Vernichtung dieser Baumart zu bekommen.
Wir erreichten unseren inmitten eines Kauri-Schutzgebietes
gelegenen Zeltplatz. Während einer Nachtwanderung versuchten wir
einen Kiwi zu beobachten, aber leider konnten wir ihn nur direkt
vor uns hören, aber trotz Lampen nicht sehen.
An diesem wunderschönen Samstagmorgen
legten wir auf der Fahrt zur Bay of Island zwei Abstecher zu den
größten noch existierenden Kauri Bäumen ein. Beides Giganten,
der eine 5 m breit und ca. 50m hoch, der andere nicht ganz so
breit, aber dafür um die 52 m hoch.


Am frühen Nachmittag erreichten wir die Bay
of Islands und legten gegen 16:00 Uhr mit ca. 20 anderen
Passagieren mit einem kleinen Boot ab, um zum Mutterschiff
gebracht zu werden. Auf diesem Schiff sollten wir die nächsten,
knapp 24 aufregenden Stunden verbringen. Wir schossen, angelten,
schwammen, grillten, kajakten, erzählten, spielten Billard,
beobachteten einen Sonnenunter- und einen Sonnenaufgang, und
schnorchelten. Ein absolutes Highlight unserer Fahrt.



Sonntagnachmittag hatten wir wieder festes
Land unter den Füßen und fuhren nach Weiwera, nicht ohne uns
vorher noch die Hundertwassertoiletten in Kawakawa angeschaut zu
haben. In Weiwera übernachteten wir auf einem DOC Campingplatz,
nur ca. 100 m vom Strand entfernt.
Am Montagmorgen ging es nach Auckland,
welches nur noch ein Stunde entfernt war. Den Rest dieses und
den nächsten Tag verbrachten wir damit durch Auckland zu
schlendern, nach Souvenirs zu schauen und eine Hafenrundfahrt zu
machen. Für den letzten Abend mieteten wir uns eine kleine Hütte
um noch einmal unser Zelt trocknen zu können. Unseren letzten
Abend in Neuseeland schlossen wir ab mit einem Bad in einem von
uns in mondäner Weise für eine halbe Stunde gemieteten Spa (6$).


Am nächsten Tag besichtigten wir den One
Tree Hill bevor wir unser Auto abgaben und zum Flughafen
gefahren wurden. Wir starteten pünktlich und kamen am
Donnerstagmorgen, ein wenig müde aber gesund in Dubai an.
In Dubai hatte uns „Emirates“ für 2 Nächte
ein Hotelzimmer zur Verfügung gestellt (inklusive eines sehr
leckeren Frühstücksbuffets). Während der 2 Tage schliefen wir
viel (wir haben an beiden Tagen kein Abendbrot gegessen, da wir
zu der Zeit einfach schon schliefen), durchstreiften die Basare
der Stadt und schauten uns das einzige Museum, das es hier gab,
an. Apropos anschauen, Esther fühlte sich wie ein bunter Hund,
da zu 90% Männer auf der Straße unterwegs waren und die wenigen
Frauen, die wir sahen, waren schwarz verhüllt. Und das bei 33°C
im Schatten, (die spinnen die Araber!!!!). Insofern wurde ihr
ein starkes Interesse entgegengebracht.



Am Samstag wurden wir von einer Limousine
(keine Stretch, aber trotzdem sehr groß) zum Flughafen gefahren
und es ging heim. Pünktlich 18:30 Uhr landeten wir in Frankfurt,
bekamen 19:00 Uhr unser Gepäck und fuhren 20:20 mit dem Zug nach
Halle. Punkt Mitternacht kamen wir in Halle an und wurden von
meinen Eltern am Bahnhof begrüßt.
Damit endete unsere Neuseelandreise, die
für uns immer eine ganz besondere Erinnerung bleiben wird. Noch
einmal schönen Dank an die Sponsoren (die lieben Eltern), an
Micha und Maria für die lustigen Tage mit euch und an alle die
wir unterwegs getroffen haben.
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